Gradierwerk

Vorschaubild Gradierwerk

Der Kurpark ist täglich geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei, Hunde sind willkommen und an der Leine zu führen. 

 

Neue Öffnungszeiten Kurpark:

November- März      08:00- 19:00 Uhr

April- Oktober         08:00- 21:00 Uhr

 

Die Kaltinhalierhalle ist täglich von 09:00 - 18:00 Uhr geöffnet. Die letzte Berieselung findet 17:00 Uhr statt. Bei anhaltendem Frost bleibt die Halle geschlossen.

Die Zerstäubung erfolgt immer halbstündlich, Beginn jede volle Stunde.  

 

Die Wandelstege des Gradierwerks können kostenfrei besichtigt werden. Im Rahmen von gebuchten Führungen ist ein Aufstieg auf das Gradierwerk möglich, buchbar über die Touristinformation. Solestadt Bad Dürrenberg - Gästeführungen

 


 

Bereits von Weitem sind, auf der Terrasse über der Saale, mächtige hölzerne, 12 m hohe Bauwerke sichtbar. Diese, mit Reisig gefüllten Bauwerke sind ein Wahrzeichen Bad Dürrenbergs, die Gradierwerke.


Von den ehemals fünf Gradierwerken sind heute noch die Gradierwerke I bis III mit ihren Verbindungsbauten im Bereich des Kurparks ganz bzw. teilweise erhalten. Mit über 636 m Länge verfügt Bad Dürrenberg über die längste erhaltene Gradieranlage in Deutschland überhaupt. Darüber hinaus ist ihr einzigartiger Wert darin zu sehen, dass die Gradiergebäude in konstruktiver Hinsicht noch weitestgehend die Authentizität vom Beginn des 19. Jahrhunderts bewahrt haben.

 

Im Vergleich zu allen anderen erhaltenen Gradierwerken wurden die Bad Dürrenberger nie für die Anforderungen der Kurinhalation umgestaltet. Die Authentizität gilt besonders für die hier noch erhaltenen, typisch sächsischen (Senffsche Bauart) und für die typisch altpreußischen Konstruktionsmerkmale (Colberger Bauart). Auch die Soleverteilungsanlagen auf den Gradierwerken stellen beachtliche technische Leistungen des 18./19. Jahrhunderts dar. 


Die Aufgabe der Gradierwerke bestand darin, die Sole zu reinigen und bis zur Siedewürdigkeit aufzukonzentrieren.


Mittels Pumpen wird die Sole auf das Gradierwerk gepumpt. Von dort, aus hölzernen Kästen heraus, fließt die Sole über hölzerne Verteilerhähne in die Verteilerrinnen. Aus diesen Rinnen tropft die Sole an den Reisigwänden herab. Beim Herabtropfen von Zweig zu Zweig wird der Soletropfen immer feiner zerteilt, dessen Oberfläche dadurch immer größer. Durch den Einfluss von Sonne, Wind und trockener Luft verdunstet das Wasser und die Salze reichern sich in der Lösung an. Bei dem Herabtropfen setzen sich Gips und Eisenverbindungen an den Schwarzdornzweigen als kristalline Niederschläge an. Dieser sogenannte „Dornstein“ umhüllt immer mehr die einzelnen Zweige.


Durch die feine Zerstäubung der Sole herrscht in der Nähe der Gradierwerke ein der Nordseeluft ähnliches Mikroklima, welches bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen hilfreich ist. 


Diesen Solenebel kann man beim Flanieren im Kurpark entlang des Gradierwerkes einatmen.


Direkt am Gradierwerk befinden sich 600 m Wandelstege und zahlreiche Sitzmöglichkeiten.

 

 

die Anlagen auf dem Gradierwerk dienen der Verteilung der Sole

in diese hölzenen Kästen auf dem Gradierwerk wird die Sole gepumpt, um dann weiter verteilt zu werden

durch diese Verteiler gelangt die geförderte Sole auf das Gradierwerk

die Solekästen....

....und tropft dann in das Reisig

die Reisigzweige mit dem Dornstein

zum Schutz der Kleidung ist es ratsam einen Solemantel umzulegen, diese kann man im Palmen- und Vogelhaus ausleihen

originalgetreuer, funktionsfähiger Nachbau einer Windkunst

 

Hauptstraße
06231 Bad Dürrenberg

Kaltinhalierhalle im Kurpark

auf dem Gradierwerk